Don Giovanni fährt Taxi

Gerhard Stadelmaier

Don Giovanni fährt Taxi
Novelletten
250 Seiten
Hardcover mit Lesebändchen
Erscheinungstermin: März 2020
ISBN 978-3-7496-1020-4
24 Euro

Es ist ein höllenfahrend heißer Tag. Don Giovanni weiß längst, wo sein Taxi-Fahrgast hin möchte, weist ihn aber vorsichtshalber darauf hin, dass Frauen sehr viel Geld kosten. Derweil wird eine fast nackte Schauspielerin von einer Schlange gebissen. Eine andere, leidlich bekleidete, isst einen Apfel und bringt allein damit einen dramatischen Dichter zur Verzweiflung. Primadonnen kratzen sich gegenseitig die Augen aus. Dorf und Depp kommen innig zusammen. Hexen jagen einen Bankräuber. Casanova wird zu einer Ballonfahrt verdonnert. Bratscher machen Skandal. Geschichtengängerinnen gehen in verbotene Bücherkeller. Eine Fledermaus triumphiert als Scheidungskind.

Don Giovanni fährt Taxi: Lauter groteske, komische, skurrile und unerhörte Begebenheiten als Tollheitsweltfluchten. Ein Pandämonium an virtuosen Momentaufnahmen, die der, so Ulrich Raulff, „legendäre Theaterkritiker“ Gerhard Stadelmaier novellistisch über seine und seiner Leser Kopf-Bühne jagt. Robert Schumanns „Novelletten“ (op. 21) machen die Musik dazu. Und das alles macht: kurzweilige Lesefreude mit ganz viel Esprit.

Gerhard Stadelmaier

wurde 1950 in Stuttgart geboren, ist in Schwäbisch Gmünd aufgewachsen, lebt in Bad Nauheim, hat in Tübingen Germanistik und Geschichte studiert und bei Wilfried Barner mit „Lessing auf der Bühne“ promoviert. War danach Redakteur im Feuilleton der Stuttgarter Zeitung – eine schwäbische Laufbahn, die sich 1989 ins hessisch Weltblattläufige weitete, wo er bis 2015 der fürs Theater und die Theaterkritik zuständige Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war.

Ausgezeichnet wurde er u.a. mit dem Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik und dem Deutschen Sprachpreis.

Zuletzt erschienen von ihm die Bücher „Liebeserklärungen. Große Schauspieler, große Figuren“ (2012), „Regisseurstheater. Auf den Bühnen des Zeitgeistes“ (2016) sowie der Roman „Umbruch“ (2016).

© Foto: Stöber

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